Der Arzt muss sich bei allen seinen Behandlungen und Verschreibungen am Wirtschaftlichkeitsgebot (§12 SGB V) orientieren!

Da das Honorar mehr oder weniger nach dem Prinzip der Gießkanne auf die einzelnen Praxen verteilt wird, mussten sich die Kassen daher ein anderes Instrument suchen, wie sie die Verwendung der von ihnen (und somit von den Versicherten/Patienten) bereitgestellten Finanzmittels auf ihre Zweckgebundenheit überprüfen können. Und so wurde die Gemeinsame Prüfungseinrichtung (GPE) ins Leben gerufen, besetzt von je 3 Vertretern der Ärzte und Krankenkassen, welche die Häufigkeit der Abrechnung bestimmter Leistungen sowie Ihr Verordnungsverhalten im Vergleich zu den Durchschnittswerten Ihrer Fachgruppe setzt. Alles was Sie um mehr als 50 % häufiger als der Durchschnitt Ihrer Kollegen abrechnen, bringt Sie an die Grenze des offensichtlichen Missverhältnisses und erweckt dadurch den Anschein der Unwirtschaftlichkeit.

Bei der Verordnung von Arzneimitteln wird der Anschein der Unwirtschaftlichkeit durch die Überschreitung des Arzneimittelbudgets (Richtgrößenprüfung) oder durch Verordnungshäufigkeit bestimmter Wirkstoffe erweckt.

Ist der Anschein erstmal da, muss der Arzt beweisen, dass seine Patientenstruktur und seine Qualifikation seine Praxis innerhalb der Fachgruppe so besonders machen (Praxisbesonderheiten), dass diese Abweichungen vom Durchschnitt gerechtfertigt sind. 

Ich zeige Ihnen anhand des Honorarbescheids, wo Ihnen Regressgefahren drohen könnte. Sollten Sie bereits einen Regressbescheid oder eine Aufforderung zur Stellungnahme erhalten haben, weil gegen Sie Verdacht der Unwirtschaftlichkeit vorliegt, so helfe ich Ihnen gerne, Ihre Praxisbesonderheiten auszuarbeiten und Ihre Stellungnahmen zu fertigen.

Ich weiß genau, wo die Fallstricke bei diesen Verfahren liegen und mit welchen Argumenten Sie von den Gremien gehört werden.